Pressemitteilung Plarad 03.03.2015

Gemeinsam stark für die Windkraftanlagen-Forschung

Plarad unterstützt RWTH Aachen bei Schraubaufgaben im weltweit einzigartigen Center for Wind Power Drives

Plarad, Maschinenfabrik Wagner GmbH & Co. KG, Much, März 2015
Der Schraubspezialist Plarad und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen treiben gemeinsam die Windkraftanlagen-Forschung voran. Im neuen Center for Wind Power Drives (CWD) hat Plarad den ersten Prüfling auf dem neuen vier Megawatt-Prüfstand mit zwei Meter langen Schrauben im Fundament verankert – vor den neugierigen Augen der Institutsmitarbeiter. Jetzt sorgt der weltweit einzigartige Prüfstand für Aufsehen. Denn darin können die Anlagenhersteller die bis zu 100 Tonnen schweren Windgondeln, die die riesigen Generatoren beherbergen, unter Laborbedingungen testen.

Die Aufgabe war auch für den Verschraubungsexperten Plarad alles andere als alltäglich. Im Center for Wind Power Drives (CWD) in Aachen galt es, den ersten Prüfling auf einen weltweit einzigartigen 4-MW-Prüfstand für Windkraftanlagen zu verankern. „Das CWD trat mit der Herausforderung an uns heran, Stützen im Fundament festzuschrauben, die den gewaltigen Kräften eines laufenden Antriebsstrangs einer Windkraftanlage standhalten sollten“, erklärt Dr. Klaus Rodemann, Geschäftsführer bei Plarad. „Dafür sind M100-Schrauben notwendig, die einen Schraubenkopf mit 145 Millimeter Schlüsselweite haben und zwei Meter lang sind. Festziehen lassen sie sich nur mit Schraubern, die ein Drehmoment von mindestens 40.000 Newtonmetern erreichen.“

Plarad entwickelte Schrauber-Unikat mit CAD-Software
Auf die spezielle Verschraubungsaufgabe musste sich Plarad vorbereiten – ein Teil des Services, den das CWD von Anfang an zu schätzen wusste. „Unsere Entwicklungsabteilung begann vor rund einem halben Jahr erste Ideen zu Papier zu bringen, wie ein Schrauber für diese Aufgabe aussehen könnte“, erinnert sich Rodemann. Das Problem: Rund um die Schrauben war kaum Platz. „In Abstimmung mit den CWD-Ingenieuren hat unsere Entwicklungsabteilung deshalb mit einer CAD-Software (Computer Aided Design) ein 3D-Modell des Schraubfalls erstellt. Auf dieser Basis konnte sie für diese anspruchsvolle Verschraubung spezielle Adaptionen entwickeln, die den Schrauber zu einem Unikat machen.“

Anziehen der Schrauben: Hydraulikaggregat XB 2-Z arbeitet mit 800 bar
Im vierten Quartal 2014 begann Plarad, starkes Geschütz in Aachen aufzufahren. Die erste Lieferung umfasste lediglich handliche hydraulische Drehmomentschrauber wie den MX-EC 75 TS mit einem maximalen Drehmoment von 7500 Newtonmetern. Mit diesen verschraubten Plarad-Experten einzelne Teile des Prüfstandes. Im November kam dann schließlich  der Hydraulikschrauber FSX 45-145 zum Einsatz, den ein Kran in Position bringen musste. Mit einem Druck von 800 bar ist das Aggregat XB 2-Z, in Kombination mit dem Schrauber, stark genug, um die meterlangen Hammerkopfschrauben im Boden anzuziehen.

Das Interesse der Institutsmitarbeiter des CWD an dieser nicht alltäglichen Verschraubung war groß. Sie statteten die gewaltigen M100-Schrauben kurzerhand mit Dehnungsmessstreifen aus, um die Auswirkungen der immensen Kräfte am Computer zu analysieren.

Forscher wollen mit Prüfstand effizientere Windenergieanlagen entwickeln
„Die ersten Versuche sind erfolgreich verlaufen“, freut sich Dr. Ralf Schelenz, Geschäftsführer des CWD. „Experten aus acht Instituten der RWTH-Fachbereiche Maschinenbau und Elektrotechnik können dann nicht nur einzelne Systemkomponenten einer Windenergieanlage untersuchen, sondern erstmals den gesamten Triebstrang von bis zu 100 Tonnen schweren und 14 Meter langen Windgondeln.“ Mit einem Windkraftsimulator und einem Netzemulator lassen sich äußere Bedingungen simulieren und beliebig variieren. Das Forschungscluster Schwerlastantriebstechnik will dann die Messergebnisse nutzen, um effizientere Antriebstechniken für Windenergieanlagen zu entwickeln.

Gemeinsame Wissenschaftskonferenz subventionierte Bau mit 25 Millionen Euro
Der Startschuss für das CWD fiel im Jahr 2011. Damals bewilligte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern den RWTH-Antrag für den 2500 Quadratmeter großen Forschungsbau und stellte 25 Millionen Euro zur Verfügung – mit der Begründung, dass die Weiterentwicklung von Windenergieanlagen hohe wissenschafts- und industriepolitische Relevanz habe. Nach 18-monatiger Bauzeit hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), verantwortlich für das Immobilienmanagement des Landes, Ende 2014 das Prüfstands- und Forschungsgebäude am Campusboulevard an die RWTH übergeben.

Über Plarad und die Maschinenfabrik Wagner
Die Maschinenfabrik Wagner GmbH & Co. KG steht seit mehr als 50 Jahren mit ihrer Marke Plarad für Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit im Bereich der Schraubtechnik. Mit acht Produktlinien, vom manuellen Kraftvervielfältiger bis zum automatischen Verschraubungssystem, bietet die Maschinenfabrik Wagner die breiteste Produktpalette im Markt.

Zu den Leistungen gehören u.a.: Entwicklung, Konstruktion, Montage, Wartung, Reparatur und  Kalibrierung sowie Schulung, Analyse und Beratung. Die Maschinenfabrik Wagner vereint all diese Kompetenzen unter einem Dach und ist in dieser Form einzigartig in der Welt der Schraubtechnik. Plarad ist eine echte Herstellermarke. Weltweite Kundennähe und das Know-how in der Industriebranche machen Wagner zu einem Experten für die Verschraubungstechnik und zu einem starken Partner, wenn es um maßgeschneiderte Lösungen geht.
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Im November kam dann schließlich  der Hydraulikschrauber FSX 45-145 zum Einsatz, den ein Kran in Position bringen musste. Mit einem Druck von 800 bar ist das Aggregat XB 2-Z in Kombination mit dem Schrauber stark genug, um die meterlangen Hammerkopfschrauben im Boden anzuziehen.Originalbild downloaden | Bild 300px breit

Im November kam dann schließlich der Hydraulikschrauber FSX 45-145 zum Einsatz, den ein Kran in Position bringen musste. Mit einem Druck von 800 bar ist das Aggregat XB 2-Z in Kombination mit dem Schrauber stark genug, um die meterlangen Hammerkopfschrauben im Boden anzuziehen.

Der weltweit einzigartige Prüfstand sorgt für Aufsehen: Darin können die Forscher der RWTH Aachen die bis zu 100 Tonnen schweren Windgondeln, die die riesigen Generatoren beherbergen, unter Laborbedingungen testen.Originalbild downloaden | Bild 300px breit

Der weltweit einzigartige Prüfstand sorgt für Aufsehen: Darin können die Forscher der RWTH Aachen die bis zu 100 Tonnen schweren Windgondeln, die die riesigen Generatoren beherbergen, unter Laborbedingungen testen.

Der Startschuss für das Center for Wind Power Drives fiel 2011. Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern bewilligte den RWTH-Antrag für den 2500 Quadratmeter großen Forschungsbau und stellte 25 Millionen Euro zur Verfügung. Begründung: die Weiterentwicklung von Windenergieanlagen habe eine hohe wissenschafts- und industriepolitische Relevanz.Originalbild downloaden | Bild 300px breit

Der Startschuss für das Center for Wind Power Drives fiel 2011. Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern bewilligte den RWTH-Antrag für den 2500 Quadratmeter großen Forschungsbau und stellte 25 Millionen Euro zur Verfügung. Begründung: die Weiterentwicklung von Windenergieanlagen habe eine hohe wissenschafts- und industriepolitische Relevanz.

Die am Schrauber angebrachte Messvorrichtung misst die Längenänderung der Schraube. So kann die Vorspannkraft der Schraube ermittelt werden.Originalbild downloaden | Bild 300px breit

Die am Schrauber angebrachte Messvorrichtung misst die Längenänderung der Schraube. So kann die Vorspannkraft der Schraube ermittelt werden.

Dr. Ralf Schelenz, Geschäftsführer des Center for Wind Power Drives: „Anfang März wird im Rahmen der Conference for Wind Power Drives der 4 MW Prüfstand erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgeführt. Experten aus acht Instituten der RWTH können dann nicht nur einzelne Systemkomponenten einer Windenergieanlage untersuchen, sondern erstmals den gesamten Triebstrang von bis zu 100 Tonnen schweren und 14 Meter langen Windgondeln.“Originalbild downloaden | Bild 300px breit

Dr. Ralf Schelenz, Geschäftsführer des Center for Wind Power Drives: „Anfang März wird im Rahmen der Conference for Wind Power Drives der 4 MW Prüfstand erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgeführt. Experten aus acht Instituten der RWTH können dann nicht nur einzelne Systemkomponenten einer Windenergieanlage untersuchen, sondern erstmals den gesamten Triebstrang von bis zu 100 Tonnen schweren und 14 Meter langen Windgondeln.“

Dr. Klaus Rodemann, Geschäftsführer bei Plarad: „Das Center for Wind Power Drives trat mit der Herausforderung an uns heran, Stützen im Fundament zu verschrauben, die den gewaltigen Kräften eines laufenden Antriebsstrangs einer Windkraftanlage standhalten sollten.“Originalbild downloaden | Bild 300px breit

Dr. Klaus Rodemann, Geschäftsführer bei Plarad: „Das Center for Wind Power Drives trat mit der Herausforderung an uns heran, Stützen im Fundament zu verschrauben, die den gewaltigen Kräften eines laufenden Antriebsstrangs einer Windkraftanlage standhalten sollten.“

Fotos und Logo: PlaradOriginalbild downloaden | Bild 300px breit

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